Töpfermeister Andreas J. Leonhardt - Bärenstraße 4 - 08523 Plauen    Mitglied im BBK

RAKU

Das Wort Raku bedeutet soviel wie Lebensfreude, Gelassenheit, Freude an der Muße. Raku ist eine im Japan des 16. Jahrhundert entstandene keramische Fertigungstechnik. Sie entstand bei Teezeremonien, welche meist mehrere Tage andauerten und deren abschließender Höhepunkt die Verwendung des soeben hergestellten Geschirrs darstellte. Als Stammvater des Raku gilt der Töpfer Chojiros. Durch den Engländer Bernard Leach wurde ca. 1940 das Raku in Europa bekannt.
Die Tone, die bei dieser keramischen Technik verwendet werden, sind stark schamottiert und haben damit eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit. Dies ist nötig, da beim Einsetzen der Ware in den heißen Ofen, sowie beim Ausnehmen, Abräuchern und Abschrecken gewaltige Temperaturunterschiede entstehen. Durch das Abräuchern der Stücke in kohlenstoffhaltigen, natürlichen Stoffen ( z.B. Holzspäne, Laub, Stroh...) wird den Glasuren ( und dem Ton ) der Sauerstoff entzogen, und es entstehen Oberflächeneffekte, die beim sonst üblichen keramischen Brennprozeß so nicht erzielt werden können.
Auch kann durch bewußt herbeigeführte Spannungen zwischen Scherben und Glasur das sogenannte Craquelée als dekorativer Effekt entstehen – ein eigentlicher Oberflächenfehler ( Aufreißen der Glasur ) , der aber soweit entwickelt ist, daß er als gestalterisches Mittel Anwendung findet.
Meisterliches Können bei Materialauswahl, Formgebung und Brennführung gepaart mit nie ganz auszuschließenden und gern in kauf genommenen Zufälligkeiten lassen die einzigartige Schönheit des Raku entstehen.
Raku - Kurse siehe
Service/Aktuelles

Diverse, an verschiedenen Orten errichtete Rakuöfen: